Prof. Dr. phil. habil. Hartmut Möller

... 1953 in Stralsund geboren, ist Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, daneben Mitglied im DFG-Graduiertenkolleg „Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs“ und in der „Profillinie Wissenskulturen“. Zweimal hat er von Australien aus die Welt topdown betrachtet, hat als Rektor der hmt den Studiengang „Pop World Music“ eingeführt und 2011 das Orchester Kinshasa Symphony besucht. Seine Forschungsschwerpunkte sind Musik des Mittelalters, Teilmusikkulturen nach 1945, Ästhetik und Theorie der Musikgeschichtsschreibung. Auf dem (Elektro-)Cello spielt er Musik von Bach bis Metallica genauso wie Begleitungen zu arabischen Vierteltongesängen.

 

Beruflicher Werdegang

Nach Tätigkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Ludwig Finscher (Heidelberg) und als Assistent von Prof. Dr. Hermann Danuser (Universität Freiburg) unterrichtete er von 1993 bis 1999 an der Universität Rostock und der neugegründeten Hochschule für Musik und Theater. 1999 übernahm er an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg die Professur für Musikwissenschaft (Nachfolge für Ulrich Konrad), im Mai 2001 wurde er auf die neugeschaffene Professur für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater (HMT) Rostock berufen.
Von 2001 bis 2004 war er Rektor der HMT Rostock. 
2005 Gründungsmitglied des DFG-Graduiertenkollegs „Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs“ der Universität Rostock und HMT Rostock.

 

Forschungsschwerpunkte

Forschungsgebiete sind neben der Musikgeschichte des Mittelalters (bes. Einstimmigkeit) und des 15./16. Jahrhunderts die unterschiedlichen Musiken nach 1945, Probleme der Ästhetik und der Theorie von Musikgeschichtsschreibung sowie Themen im Bereich „Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs“. In Vorbereitung ist eine überblicksartige, möglichst nicht nur den Fachmenschen verständliche Gesamtdarstellung der Musikgeschichte Englands sowie längerfristig eine zusammenfassende Studie über „Musikalische Bedeutung“

Schwerpunkte der Lehre

  • musikwissenschaftliche Vorlesungen und Seminare mit integrativem, fachübergreifendem Charakter
  • enge Zusammenarbeit mit musikpädagogischen und künstlerischen Kolleginnen/Kollegen
  • Lehrerfortbildungen in Mecklenburg-Vorpommern

Prof. Möller hat vom Land Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen des Kurt von Fritz-Wissenschaftsprogramms (Theoria) ein Forschungsstipendium erhalten, das ihn in der Zeit vom 01.04.2017 bis zum 31.03.2018 von der akademischen Lehre befreit. (Staatsexamensarbeiten  und –prüfungen sowie Dissertationen betreut er selbstverständlich weiter). Seine Vorlesungen und Seminare werden vertreten.

 

 

Ausgewählte Publikationen

 

  • »Der Orchesterdirigent – Bewegungssuggestionen und solidarische Einleibung«, in: Michael Großheim / Stefan Volke (Hg.), Gefühl, Geste, Gesicht. Zur Phäno­meno­logie des Ausdrucks, München 2010, S. 220–233.
  • Classical Discovery. Die Geschichte der Klassischen Musik/The History of Classical Music [164 Page Book, 12 Music CDs], Hamburg 2009.
  • Themenheft »Musikwissenschaft – Kulturwissenschaft«, in: MusikTheorie – Zeitschrift für Musikwissenschaft 24 (2009), Heft 4, S. 290–363.
  • »... ein gewirr unterschiedlicher zeiten ... adriana hölszky im gespräch mit hartmut möller«, in: Neue Zeitschrift für Musik, Sept. 1999, S. 22–27.
  • »Rhetorical Gestures of War and Peace in the Music of Benjamin Britten: From the Pacifist March to the War Requiem, in:Gabriele Linke u.a. (Hrsg.), Rhetoric and Representation. The British at War, Heidelberg 2007, S. 63–80.
  •  »Mein Weg zur Musikgeschichtsschreibung 3D. Das Karolingische Quartorganum«, in: Sandra Danielczyk / Christoph Dennerlein / Sylvia Freydank u. a. (Hg.), Konstruktivität von Musikgeschichtsschreibung. Zur Formation musikbezogenen Wissens (Studien und Materialien zur Musikwissenschaft 69), Hildesheim / Zürich / New York 2012, S. 49–70.
  • Spuren Rostocker Franziskanergesänge, in: Frank Ivemeyer (Hg.), Nah am Wasser gebaut, Rostock 2013, S. 139–154.
  • »Multimediale Spiegelwelten. Die Performance der Rockgruppe THE DOORS aus musikwissenschaftlicher und psychoanalytischer Sicht (gemeinsam mit Ulrich Bahrke), in: Zur Psychoanalyse ästhetischer Prozesse in Musik, Film und Malerei, hg. von Sebastian Leikert, Gießen 2015, S. 253–280.
  • »Dis-sonare. Auseinanderklingen in der Musik«, in: Musiktherapeutische Umschau 2015/4, S. 294–309.
  • »Bedeutet 1945 auch das Ende der Multistilistik? CIA, Kalte Krieger und die Ausgrenzung tonalen Komponierens«, in: Beiträge des Schweriner Symposiums 2015, hg. von Gerold Gruber, Neumünster 2016 (im Druck).

 

 

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